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Das Brot - Ludwig Uhland
Wein und Brot
Solche Düfte sind mein Leben,
Die verscheuchen all mein Leid:
Blühen auf dem Berg die Reben,
Blüht im Thale das Getreid.
Donnern werden bald die Tennen,
Bald die Mühlen rauschend gehn,
Und wenn die sich müde rennen,
Werden sich die Keltern dehn.
Gute Wirtin vieler Zecher!
So gefällt mir’s flink und frisch;
Kommst du mit dem Wein im Becher,
Liegt das Brot schon auf den Tisch.
Er saß beim Frühstück äußerst grämlich,
Da sprach ein Krümchen Brot vernehmlich:
"Aha, so ist es mit dem Orden
Für diesmal wieder nichts geworden.
Ja, Freund, wer seinen Blick erweitert
Und schaut nach hinten und nach vorn,
Der preist den Kummer, der ihn läutert.
Ich selber war ein Weizenkorn.
Mit vielen, die mir anverwandt,
lag ich im lauen Ackerland.
Bedrückt von einem Erdenkloß,
macht' ich mich mutig strebend los.
Gleich kam ein alter Has gehupft
und hat mich an der Nas gezupft,
und als es Winter ward, verfror,
was peinlich ist, mein linkes Ohr,
und als ich reif mit meiner Sippe,
o weh, da hat mit seiner Hippe
der Hans uns rundweg abgesäbelt
und zum Ersticken festgeknebelt
und auf die Tenne fortgeschafft,
wo ihrer vier mit voller Kraft
im regelrechten Flegeltakte
uns klopften, daß die Scharte knackte!
Ein Esel trug uns in die Mühle.
Ich sage dir, das sind Gefühle,
wenn man, zerrieben und gedrillt
zum allerfeinsten Staubgebild',
sich kaum besinnt und fast vergißt,
ob Sonntag oder Montag ist.
Und schließlich schob der Bäckermeister,
nachdem wir erst als zäher Kleister
in seinem Troge baß gehudelt,
vermengt, geknebelt und vernudelt,
uns in des Ofens höchste Glut.
Jetzt sind wir Brot. Ist das nicht gut?
Frischauf, du hast genug, mein Lieber,
greif zu und schneide nicht zu knapp
und streiche tüchtig Butter drüber
und gib den andern auch was.
DIE BEIDEN GEIZHÄLSE.
Ein Geizhals, der in Kufa lebte
Und die Vollkommenheit erstrebte
Ein Meister seiner Kunst zu werden,
Dem ward die Kunde, dass auf Erden
Kein grössrer Geizhals sei zur Zeit
Als in Bassora Abu Said.
Alsbald ein heilger Wissensdrang
Ihn nach Bassora's Mauern zwang.
Demüthig und bescheidentlich
Stellt er sich dort dem Meister vor
Und spricht: "Ein Schüler bittet dich,
O leih' ihm ein geneigtes Ohr.
Du wirst ihm gütigst nicht verwehren,
An deiner Kunst sich zu belehren."
"Willkommen!" sprach nun dieser Mann.
"Doch, dass ich Dich bewirthen kann,
Lass eilig uns zum Markte laufen,
um Lebensmittel einzukaufen."
Zum Bäcker ging's: "Wie ist dein Brod?"
"O Herr, so frisch und weich wie Butter!"
"Ei nun da hat es keine Not!
Doch Butter ist ein bessres Futter.
Weil dieser er sein Brod vergleicht,
Nicht Freundchen? Das begreift sich leicht;
Drum lassen wir den Brodkauf sein,
Und holen lieber Butter ein."
Zum Milchverkäufer ging es dann:
"Wie ist die Butter, lieber Mann?"
"So süss und schmackhaft, frisch und weich
Und dem Olivenöle gleich,
Dem köstlichsten, das nur zu haben!"
"So wollen wir an Oel uns laben,
Denn dieses muss doch besser sein."
Zum Oelverkäufer ging's hinein:
"Wie ist dein Oel?" "O Herr, fürwahr,
Wie Brunnenwasser frisch und klar!"
"Ei, ei," so sprach der Geizhals nun,
"Jetzt weiss ich endlich was zu thun:
Wir wollen uns an Wasser laben,
Weil dies das Beste, was zu haben:
Wie sich das passt und herrlich fügt -
Ich hab', soviel für uns genügt,
Zu Haus' ne ganze Kufe stehn -
Da wollen wir schlampampen gehn!
Die leckre Mahlzeit soll uns frommen!"
Und also ist es auch gekommen!
Sie soffen Wasser wie die Schläuche,
Bis Ihnen kullerten die Bäuche.
Sodann mit manchem Dankeswort
Hat sich an seinen Heimathsort
Der Mann aus Kufa froh entfernt,
Vergnügt, dass er so viel gelernt.
ab !
Aus der Geschichte des Brotes und des Bäckerhandwerkes
Dr. sc. techn. h.c. Max Währen
(aus dem Buch Schweizer Bäckerei - Fachschule Richemont)
Nach den neusten Forschungen besitzt der Backofen. eine Geschichte von rund 7800 Jahren. In Kleinasien wurde nämlich in Tschatal Hüyük ein Backofen ausgegraben, dessen Alter in die Zeit zwischen 5900 und 5700 vor Christus fällt, und der also im Mittel 5800 vor Christus schon bestanden hat. Die oft zu lesende Feststellung, die Ägypter hätten das Brot erfunden, ist also falsch. Richtig dagegen ist, dass es dort in der Zeit zwischen 3000 und 2700 vor Christus schon Bäckereien mit Bäckereidirektoren gab. In diese Zeit datiert auch der älteste Name des Bäckers. Er lautete «Feuerhaken», das altägyptische Hieroglyphenzeichen für den Namen des Bäckers bestand nämlich aus einem pfeilförmigen Haken, weil er mit einem solchen die heissen Backtöpfe aus dem Feuer zog. Um 2000 vor Christus hatte das ägyptische Bäckerhandwerk bereits 16 verschiedene Backwerkarten geschaffen, wovon der Schreibende 15 Sorten identifizieren konnte. Aus der ägyptischen Bäckerei um 1200 vor Christus konnte ich 30 Brot- und Kuchensorten identifizieren. Es ist aber möglich, dass es damals gesamthaft 48 Arten gegeben haben könnte.
Im alten Mesopotamien, dem Land Abrahams, wurde der Bäckerberuf als göttliches Geschenk betrachtet. Dort gab es in der Zeit nach 3000 bis 1200 vor Christus 59 Brot- und Gebäckformen oder -arten. In Europa sind in Bulgarien und Böhmen Backöfen aus der Zeit von rund 4800 vor Christus nachgewiesen. In der Schweiz habe ich neustens gesäuertes Brot aus der Zeit von 3700 bis 3600 vor Christus und einen unversehrten Brotlaib aus der Zeit um 3530 vor Christus identifiziert. Aber erst in der sogenannten Urnenfelderzeit, in der die Toten auf Scheiterhaufen kremiert und in Urnen bestattet wurden, kam in Europa das gesäuerte Brot im Glauben auf. Der Schreibende hat aus mehreren dieser Urnengräber gut gesäuertes Brot als Grabbeigabe nachgewiesen, was in die Zeit um 1200 vor Christus zu datieren. ist. Aus der Epoche von. zirka 1000 bis 900 vor Christus stammt unser zweites unversehrtes Schweizer Brot. Es ist aus Weizenmehl gebacken und weist heute einen Durchmesser von 10,5 cm, eine Dicke von 2,5 cm und ein Gewicht von 79 g auf. Dieses vollständig erhaltene Brot befindet sich im Museum von Yverdon.
Der Bäckerberuf bei uns ist bereits zwischen 613 und 623 im Alemannenrecht nachweisbar.
Auf dem Klosterplan von St. Gallen aus der Zeit von 820 sind drei Bäckereien eingezeichnet. Und in den Speisesegnungen dieses Klosters aus der Zeit um 1000 werden 19 Brotarten genannt, wovon einige miteinander identisch sind.
Was die Bäckerzünfte betrifft, so wurde die älteste in Rom um das Jahr 14 nach Christus gegründet. Ein Ausbau und eine durchaus moderne Organisation dieser Zunft erfolgte dann um das Jahr 100 mit Privilegien und Pflichten der Zunftangehörigen. Die Mitgliederzahl war auf 100 Bäcker beschränkt. Im 4. Jahrhundert gab es in Rom 254 öffentliche, eine Art staatliche Bäckereien, da die Stadt etwa 150000 Brotempfänger gratis mit Brot versorgte. Von der Schweiz wäre zu erwähnen, dass in Basel schon 1256 das Bäckergewerbe zunftmässig organisiert wurde, was in Zürich 1331, in St.Gallen 1362, in Luzern 1371 und in Freiburg 1389 der Fall war.
Damit wäre ein nur ganz kleiner Teil aus der fast unübersehbaren Geschichte des Brotes und des Bäckerhandwerks dargeboten. Das Schweizerische Bäckerhandwerk sah nicht immer rosige Zeiten. Es gab schon vor vier- und fünfhundert Jahren Personalsorgen und Berufskämpfe aller Art. Man hat sie aber alle mit Geschick und Ausdauer überstanden und immer wieder Schöpferisches geleistet.
Wenn ich hier einen historischen Rückblick gebe, so geschieht dies deshalb, weil ich der Überzeugung bin, dass sich der Bäcker noch heute seiner Tradition bewusst sein darf. Und zu diesem Bewusstsein gehört auch die Pflege der Tradition, die uns in ihrer Art immer wieder ein Stück der kulturelllen Seiten unseres Landes vermittelt. Damit gebe ich nochmals dem Wunsch Ausdruck, dass dieses Buch* seine Früchte möglichst weit verbreiten möge.
Eine kleine Geschichte zum Brot |
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Daniel Defoe lässt seine Romanfigur Robinson zum Thema Brot folgendes sagen: "Es ist fast wundersam und wenige Menschen haben wohl je darüber nachgedacht, wie viel Dinge notwendig sind, um nur den einen Artikel: Brot! bis zur Vollendung zu bringen. Mir aber, der ich auf den rohen Zustand der Natur angewiesen war, kam dieses, seit ich die erste Handvoll Korn geerntet, in entmutigender Weise zu täglich klarerem Bewusstsein." So würde es den meisten heute lebenden Menschen wohl auch gehen, würden sie auf einer Insel gestrandet, versuchen Brot herzustellen. |
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Das erste Brot wurde wahrscheinlich vor 2000 Jahren von den Ägyptern gebacken. Damals kannte man noch keine Backtriebmittel, so dass im Prinzip jedes Brot ein Fladen war. Erst durch einen Zufall wurde der Sauerteig erfunden. Ein Stück Teig für die Fladenzubereitung blieb zu lange liegen, fing unbemerkt an zu gären und wurde gebacken. Die Ägypter stellten erstaunt fest, dass das Brot nicht verdorben war, sondern einen neuen "interessanten" Eigengeschmack entwickelt hatte. Durch die Gärung hatte das Brot außerdem eine viel lockerere Struktur als die Fladen. Den Weg nach Europa fand das Brot über Israel und Rom. Die Römer erkannten die politische Bedeutung einer gelungenen Agrarpolitik, in der Brot eine bedeutende Rolle spielte und förderten den Getreideanbau zu diesem Zwecke. Die Gallier entdeckten schließlich, das man Brot auch sehr gut mit Bierhefe zubereiten kann. Das gallische Hefebrot wurde schell zum "Renner" und hatte schon im 4, Jahrhundert n.Chr. einen hervorragenden Ruf. Später, die Gallier waren inzwischen zu Franzosen geworden, gab es so etwas wie eine kleine Sensation. Man trennte sich in Frankreich von der halbgewölbten Form des Broten und formte den Teig zu Kugeln. Nach diesen Boules sind übrigens auch die französischen Bäcker, die Boulangers, benannt. Frei übersetzt, könnte man sie als Kugeldreher bezeichnen. Damals hatte man wenig für die Kruste des Brotes übrig. Man aß lieber die Krume. Das änderte sich aber mit der Zeit. Im 17 Jahrhundert wurden Brote vermehrt in einer halbrunden Form gebacken, die mehr Kruste bot. Diese neuen Brote wurden Franzbrote genannt. Als nächstes wurden dann die Brötchen erfunden, die eine noch größere Oberfläche und damit noch mehr Kruste boten. Getreide war früher ein sehr wertvolles Nahrungsmittel. So wertvoll, dass es bis ins 15. Jahrhundert sogar als Zahlungsmittel verwendet wurde. Der Begriff "Karat", der heute als Gewichtseinheit für Diamanten verwendet wird, stammt aus dieser Zeit, als Normgewichte durch Getreide festgelegt wurden. "Ein Karat entsprach damals drei Gersten- oder vier Weizenkörnern", ist so auf den Webseiten der "Mühle Kianek" nachzulesen. Das mit dem wertvollen Gut nicht verschwenderisch oder gar betrügerisch umgegangen werden sollte versteht sich von selbst. Dies brachte es mit sich, dass Bäckern die ihr Mehl streckten oder deren Brote nicht das vorgeschriebene Gewicht hatte, im Mittelalter sehr hart bestraft wurden. Die Methoden reichten von Tauchen in Eisenkörben bis hin zum Erhängen. Im laufe der Jahrhunderte kam es immer wieder zu Hungersnöten, während derer besonders der Mangel an Brot das Leben bestimmte. In diesen Zeiten wurde zum Teil verzweifelt nach Ersatzstoffen gesucht. So wurden Rübenschnitzel, Baumrinde und Stroh verwendet. Ein Zustand, den man sich heute, da man auch am Sonntag an fast jeder Tankstelle frische Brötchen bekommt, kaum noch vorstellen kann. (Michael Kindt)
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1. Vor langer Zeit...
Der Mensch baut Getreide seit etwa 10 000 Jahren zu seiner Ernährung an. Die Arbeitsgänge des Bauern sind vielschichtig: von der Bereitung des Saatbeetes über die Saat, die Ernte, das Dreschen und das Trennen der "Spreu" vom Getreidekorn.
An die Produktion des Brotgetreides schließt sich der Getreidehandel an: vom ehemaligen Beruf des "Sackträgers" bis zu den Getreidebörsen in Chicago und Winnipeg.
Die Technikgeschichte des Mahlens geht über einfache Reibsteine und Wassermühlen bis zu Fließdiagramme moderner Industriemühlen.
Fladenbrot, Ringbrot, Baguette ...
Vielfältig waren die Formen, die das Brot im Laufe seiner Geschichte angenommen hat. Mit den Haubenfladen aus der jügeren Steinzeit hat die Geschichte des Brotes begonnen. 6000 Jahre Brotbacken in Europa bedeutet aber auch eine technikgeschichtliche Entwicklung der Backgeräte und Backöfen - von der Backglocke aus Keramik bis zur vollautomatisierten Backstraße. Über den Bäckerladen oder durch fahrende Händler mit Tragekörben oder Fahrzeugen kam das Brot zum Verbraucher.
Bäckerwappen, Brezel, steigende Löwen ...
Ob Ausbildung des Nachwuchses im Handwerk, Qualitäts- kontrolle, Versorgung von Witwen und Waisen zu einer Zeit, als es noch keine Sozialkassen gab - die Zunft der Bäcker und Müller spielte in den mittelalterlichen Städten oft eine erhebliche Rolle.
Zunfttruhen, Urkunden, Zunftpokale, verziert mit der Brezel oder dem Wecken als dem Symbol der Bäcker oder dem Mühlrad für die Müller machen die Bedeutung der Zünfte wieder erlebbar. Heute sind es Innungen und Innungsverbände, ein freiwilliger Zusammenschluß von selbständigen Handwerksmeistern, welche die Interessen des Berufsstandes vertreten.
Wellholz, Kuchenform, Krapfeneisen ...
Was wäre die festliche Kaffeetafel ohne Feingebäck: das süße Gebäck, die feinen Waffeln, den gelungenen Gugelhupf und andere leckere Kuchen?
2.0 Geschichte des Brotes
2.1 Überblick
75% der agrarisch nutzbaren Fläche der Welt dient der Erzeugung von Getreide, und 50% des geernteten Getreides wird vom Menschen direkt verzehrt.
In allen Gebieten der Erde ist Brot und Getreidenahrung in Form von Brei und Fladen die wichtigste Quelle für die Versorgung mit Kohlenhydraten und mancherorts sogar mit Eiweiß.
Der Brotteig , z. B. für ein Bauernbrot bestand ursprünglich aus:
- zu Mehl vermahlenem Korn (meist Weizen und Roggen),
- Wasser,
- aus Roggenmehl hergestelltem Sauerteig
(wichtig zur Lockerung (Sauerteighefen) und zum
Aufschließen der im Roggenmehl befindlichen
Klebereiweiße Gliatin und Glutenin!
Die nötige Säuerung wird durch die im Sauerteig
gezüchteten Essigsäurebakterien und Milchsäurebakterien erreicht.
Die verschiedenen biologischen Systeme der Säuerung und Lockerung müssen in mehreren Stufen mit verschiedener Teigviskosität und mit unterschiedlichen Temperaturbereichen ablaufen.
Der Sauerteig ist deshalb bis auf wenige Ausnahmen immer ein Mehrstufensauerteig. Im Rahmen dieser verschiedenen Stufen entwickelt der Sauerteig ein für ihn typisches Aroma, das man mit keinem noch so ausgetüfteltem Geschmacksdesign kopieren kann.),
- Salz und
- ausgewählten Brotgewürzen (die, wie zum Beispiel Kümmel eine nachgewiesene magen-darmfreundliche Wirkung besitzen),
in mehreren Stunden hergestellt, abgewogen, zu Brotlaiben geformt (gewirkt), und nach langer Stehzeit (Stückgare) in den Holzofen geschoben!
2.2 Wie wars früher?
Bereits einige hunderttausend Jahre der Menschheitsgeschichte waren verstrichen, ehe unsere Vorfahren die Nahrung nicht mehr ausschließlich in rohem Zustand zu sich nahmen.
Ursprünglich waren wir Menschen Sammler tierischer und pflanzlicher Nahrung.
Aus ihnen wurden schließlich Hackbauern und in progressiveren Kulturkreisen bahnte sich über den Anbau von Gräsern mit schmackhaften Samen der Übergang vom Hackbau zur Pflugkultur an.
Die züchterische Auslese von besonders wohlschmeckenden und großsamigen Getreidefrüchten erfolgte im Laufe der folgenden Jahrtausenden. So wurde eine Voraussetzung für die Speicher- und Bevorratungswirtschaft geschaffen und damit ein Seßhaftwerden der Hackbauern und durch ständig ansteigend der Bevölkerungszahlen ein notwendiges Vordringen in kaum erschlossenen nördliche, kältere Regionen erst ermöglicht.
Als älteste Getreide wurdenVorstufen zum Weizen (Einkorn,Emmer und Dinkel)und der sechszeiligen Gerste angebaut. So sind zum Beispiel Roggen und Hafer jünger als die Hirse.
Die Getreidekörner wurden zunächst roh verspeist . . . Bis der Pflugbauer das handwerkliche Herstellen von Brot entwickeln konnte, waren noch viele Dinge (ständiges Bereithalten von Feuer bzw. das Erzeugen desselbigen, und viele andere Hilfsmittel) zu entdecken und zu erfinden. Ein dorniger langer weiter Weg.
2.3 Verarbeitung von Getreide:
2.3.1 Rösten von Getreidekörnern
Die roh gegessenen Getreidekörner waren schwer verdaulich. Im Laufe der Zeit ging man über diese zu rösten - eine Nachahmung des Fleischbratens.
2.3.2 Eine Suppe aus Getreidekörnern
Eine Brühe läßt sich erst dann bereiten, wenn die Körner zerquetscht und dann mit Wasser gekocht sind.
So entstand der Brei, eine Speise, die Milliarden von Menschen ernährt hat.
Noch heute ist der Brei das Hauptnahrungsmittel der ostasiatischen Völker, der Sudan-Negern und von vielen anderen Entwicklungsvölkern.
2.3.3 Kochen von Brei
Obwohl der Brei jahraus, jahrein gegessen wurde, war er durchaus keine eintönige Nahrung.
Schnell fand man heraus, den Geschmack des Breies durch Zutaten zu verändern!
Honig, Wurzeln, Beeren und Pilze, wurden von listigen KöchInnen verwendet, ja sogar durch Fisch und Fleisch erzielte man eine Aufwertung der Breispeise.
Ein slawischer Volksstamm, die Goralen, kannten so viele Breispeisen, daß sie über einen Monat hindurch mittags und abends je einen jeweils anderen Brei hätten essen können.
Zwei Steine dienten zum Zerquetschen der Körner, die später zu Mahlsteinen weiterentwickelt wurden.
Zwischen den urtümlichen Mühlsteinen wurden so viele Sandkörner mitgemahlen, daß sich das Gebiß des Menschen sehr schnell abnutzte.
Es war wahrscheinlich Zufall, daß sich aus dem Brei der Fladen entwickelte:
Trocknet nämlich der Brei im Gefäß an oder bäckt er auf einem Stein fest, so entstht ein Fladen, der im frischen Zustand eßbar ist, allerdings schnell sehr hart wird.
2.3.4 Herstellen eines Fladens
Der Fladen läßt sich nur in dünnen Lagen verbacken, da er sonst innen nicht gar wird. Eine weitere Entdeckung war, daß man den Fladen wieder zu Brei aufweichen kann. Als Fladen war der Brei bequem zu transportieren. Ein Nachteil der Fladenbäckerei war, daß man dem Teig nicht beliebige Nahrungsmittel beimengen konnte. Der Fladen hat deshalb den Brei niemals verdrängen können. Noch heute werden in den orientalischen Ländern und in Südamerika hauptsächlich Fladen gegessen.
Schiffszwieback ist eine jüngere Weiterentwicklung des Fladens.
Der Übergang vom ungelockerten Fladen zum gelockerten Brot war wahrscheinlich keine Erfindung der Ägypter, wie viele Autoren meinen, sondern ein Zufall, der sich an verschiedenen Orten ungefähr gleichzeitig und oft wiederholte. Bei einem zubereiteten Fladenteig, der nicht sofort verbacken wird, macht sich die Gärtätigkeit der bereits im Mehl vorhandenen und aus der Umgebung des Teiges hinzugekommenen Mikroben bemerkbar, da für sie der Teig einen geeigneten Nährboden hat. So entstand der Sauerteig.
Wurde er zu einem Fladen verbacken, so war dieser lockerer und schmeckte viel besser.
Das neue Gebäck war begehrt, da dieses lockerer und deshalb leichter verdaulich war und zudem besser scheckte als der herkömmliche Fladen.
Deshalb erfuhr es eine weltweite Verbreitung.
Es ist außerordentlich schwierig das erste Auftreten von gelockerten Fladen, also das initiale Erscheinen des Brotes zeitlich zu datieren.
Die Bedeutung der Funde ist problematisch, denn getrockneter Brei läßt sich vom gebackenen Fladen meist nicht unterscheiden.
Nachträglicher Befall von ubiquitär vorhandenen wilden Hefen kann die Existens bewußt hergestellter Sauerteigbrote vortäuschen.
Mikroskopische Untersuchungen der ägyptischen Brotreste aus der 4. Dynastie (2850 v. Chr.) ergaben, daß es sich höchstwahrscheinlich tatsächlich um ungelockerte Fladenbrote und nicht Sauerteigbrot handelte.
Die Bibel (Moses 2, Kap. 12) belegt die erste gesicherte Überliederung von Sauerteigbroten.
Damit wäre die Existens von Brot zur Zeit des Auszugs der Israeliten aus Ägypten (1400 - 1200 v. Chr.) belegt.
Die Teiggärung führt sicherer und schneller zum Erfolg, wenn man den frischen Teig mit altem, schon vergorenen versetzt, denn alter Sauerteig stellt eine Anreicherung von den zur Vergärung notwendigen Mikroorganismen dar. Zudem ist man unabhängig von hohen Temperaturen und einem temperatur-konstantem Umgebungsmedium, die für einen zeitlich günstigen Bakterien- und Hefebefall Voraussetzung waren.
Unentberhrlich machte die in Eurasien einsetzende Klimaverschlechterung den Sauerteig zu der Zeit der Völkerwanderung.
Lange Zeit hindurch wurden bei uns fast ausschließlich solche Sauerteigbrote gegessen ... bis ins Mittelalter. Man unterscheidet drei Kulturkreise, in denen die Herstellung des Brotes eine besondere Entwicklung genommen hat:
1. Das Gebiet nördlich der Alpen. Hier fand vornehmlich die spontane Sauerteiggärung (s. u.) Anwendung.
2. Ägypten, dort wurde zur Teigbereitung die Bierhefe seit dem 4. Jahrhundert v. Chr. verwendet.
3. Das ehemals von den Kelten bewohnte Gebiet Frankreichs und Spaniens, wo schon sehr früh der Anbau des Weines und des Weizens bekannt war.
Dort fand bereits um 200 v. Chr. der Schaum des Traubenmostes zur Brotherstellung Verwendung.
Probleme der Brotherstellung im 20. Jahrhundert
Erst Anfang/Mitte des 20. Jahrhunderts wurde zuerst von den Backfabriken später auch von den mittleren und kleineren Bäckereien anstatt Sauerteig für den Brotteig Zitronensäure verarbeitet.
Der Vorteil, die Arbeitsersparnis der Sauerteigherstellung und der pecuniären Einsparung ausgebildeter Fachleute, verbunden mit der nun möglichen gleichmäßigen Teigbereitung, die für die Maschinengängigkeit der Brotfabriken unabdinglich war, wurde eingekauft mit einem Verlust von Geschmack, den nicht nur Gourmets bemerkten und der typischen Brotqualität, ein Brot 2 bis 4 Wochen essen zu können.
So ein Nichtsauerteigbrot wurde und wird oft schon nach 1 - 2 Tagen hart und annährend ungenießbar...
Das Problem wurde von den Backmittelfirmen erkannt.
Man produzierte und produziert (!) fortan Backmischungen, die zwar auch nicht länger haltbar sind, jedoch durch professionell gedesignten Geschmacksverstärkern ein im Mund zu entfaltendes Brötchen-Schinken-Bier-ähnliches Ambiente zu erzeugen in der Lage sind.
Mit Aufkommen der Backmischungen wurde der Sauerteig und Sauerteighefen teils durch Starkhefen und Backpulver ersetzt, und als Zutaten Fett, Milch, Magermilch, Zucker und Gewürzen, sowie unter Verwendung von Lockerungsmitteln (Sauerteig, Hefe, Backpulver) hergestelltes Gebäck.
Da der Verbraucher durch Zeitungsberichte, Fernsehreportagen usw. hellhörig geworden war, bekamen die Bio-Verbände wie Demeter, Bioland, Agor und mehr regen Zulauf.
Viele kleine Backbetriebe, auch schon mittlere mit mehr als 10 Beschäftigte, fangen jetzt an, wieder auf ihren Betriebssauerteig zu setzten und eine gute bis Spitzenqualität zu bieten.
Meist arbeiten sie ohne Backmischungen und ohne Zusätze, die die Teige maschinengängig machen sollen.
Der Kunde kann dies durch im Geschäft veröffentlichte Öko-Kontrollnummern selbst nachprüfen.
Viele Kunden honorieren dies und kaufen wieder verstärkt in dem Bäckerladen von nebenan.
Größere Betriebe allerdings sind oft noch zu schwerfällig um ihren Berieb umzustellen.
3. Die Typisierung des Mehles durch den Aschegehalt
Weit wichtiger für den Nährwert und die Ballaststoffsituation wie die Unterscheidung Vollkornbrot oder Nichtvollkornbrot ist die Verwendung der stark- oder weniger stark ausgemahlenen Roggen- und Weizenmehle. So wird der Gehalt an Ballaststoffen in Deutschland anhand der Typenzahlen der verwendeten Mehle ermittelt. Mehltype ist die Maßzahl für den Aschegehalt und den ungefähren Ausmahlungsgrad der Mehle. Die Maßzahl ist der tausendfache Aschegehalt in der Trockensubstanz der Mehle und in Deutschland seit 1934 zur Charakterisierung der Mehle in Brauch. Die Typisierung des Mehles durch den Aschegehalt wurde von M o h s entwickelt.
Die Typenzahl gibt den prozentualen Aschegehalt bezogen auf die Mehltrockensubstanz, bis zur dritten Stelle nach dem Komma an.
Beträgt der Aschegehalt in der Trockensubstanz (i. d. T.) z. B. 1.050 % so beträgt die Typenzahl 1050.
Technik: Zur Ermittlung der Aschezahl werden 5 g Mehl in einem Porzellanschälchen für 60 bis 90 min in einen auf 920 °C geheizten Muffelofen geschoben, verbrannt und geglüht.
Der Glührückstand wird im Exsikkator mit Trockenmittel, in dem sein Gewicht durch Anziehung der Luftfeuchtigkeit nicht verändert wird, abgekühlt und schlißlich gewogen.
Der helle Mehlkern enthält wenig Asche. Die Schlae, Aleuronschicht, und der Keimling weisen dagegen einen hohen Aschegehalt auf, so daß der Ausmahlungsgrad und die Mehlfarbe mit der Aschezahl in enger Beziehung stehen.
Weizengemengemehl der Typen 700 und 1100 wird aus Gemenge in einer Zusammensetzung von 60 % Weizen und 40 % Roggen hergestellt. Roggengemenge und Weizengemenge müssen aus gemischter Saat gewachsen sein. Das Aufmischen von Roggengemenge oder Weizengemenge bis zu dem festgesetzten Anteil hat durch Roggen oder Weizen zu erfolgen.
4. Die Brotsorten
In Deutschland lassen sich nach der Art der verarbeiteten Mehle, der Teigführung, der Backtemperatur, der Backdauer und den Zutaten mehrere Hundert Brotsorten unterscheiden, die vier Brotgruppen zugeordnet werden.
Brot mit mindestens 90% Weizenanteil ist Weizenbrot. Brot mit 50-89% Weizenanteil bezeichnet man als Weizenmischbrot. Brot mit 50-89% Roggenanteil heißt Roggenmischbrot, und das Roggenbrot hat mindestens 90% Roggenanteil. Weiß-Brot ist jedes aus Weizenmehl ohne Milch, Fett, Zucker usw. mit Hefe gebackene Brot. Vollkorn-Brot wird unter Verwendung von Weizen- oder Roggenschrot hergestellt und hat einen 90% Vollkornanteil.
Bauern-Brot oder Land-Brot, ein aus stark ausgemahlenen Roggen meist Typ 1370, unterscheiden sich von den ortsüblichen Brot durch besondere Behandlung, z. B. durch längere Backezeit.
Spezial-Brote werden unter Verwendung von Nichtbrotgetreideerzeugnissen, nach besonderen Backverfahren, mit Zutaten tierischer oder pflanzlicher Herkunft hergestellt, oder sie enthalten veränderte Nährwerte oder sind für spezielle Diäten geeignet.
Bekannte Sorten sind: Steinmetz-Brot, ein Vollkorn-Brot, bei dem das Getreide im Nassschälverfahren geschält und der Teig in Formen gebacken wird. Bei Kräcke-Brot wird der flüssige Teig in dünnen Schichten gebacken, die dann noch nachgetrocknet werden. Pumpernikel ist ein aus Roggenvollkornschrot und dunklem Roggenvollkornmehl in speziellen Dampfkammern mindestens 16 Stunden bei 120°C gebackenes Brot, wobei reichlich Röststoffe und Abbauprodukte der Stärke (Dextrine, Maltose) entstehen, die die dunkle Farbe und den süßlichen Geschmack ergeben. Diabetiker-Brot wird auf der Basis von Roggenbackschrot/Roggenvollkornschrot unter Zugabe von Reis, Weizenkleber, grober Speisekleie u. a. Wasser bindenden Substanzen hergestellt; Feuchtigkeitsgehalt über 50%. Der Brennwert beträgt maximal 840 Kilojoule (200 kcal) je 100 g.
5.0 Heutige Bedeutung des Brotes für die Ernährung
Brot ist weltweit eines der wichtigsten Nahrungsmittel, das zu einem großen Teil den Bedarf an den für die Ernährung des Menschen motwendigen Nährstoffen deckt; je nach den Ernährungsgewohnheiten in den einzelnen Ländern zwischen 18 und 80%. Brot ist besonders wichtig als Lieferant von Kohlenhydraten und Eiweiß, von Vitaminen der B-Gruppe und der E-Gruppe sowie als Träger von Mineralstoffen. Die chemische Zusammensetzung sagt jedoch nichts über die Verdaulichkeit und die Ausnutzbarkeit aus, die wesentlich von der Art der Brotherstellung abhängen. Der Verbrauch an Brot hat nach Jahren des Rückgangs und der Stagnation seit 1974 um durchschnittlich 1% jährlich wieder zugenommmen. Der Pro-Kopf-Verbrauch in Dtl. lag 1993/94 bei 81,3 kg. Damit liegen die Bundesbürger im europäischen Vergleich ganz vorn.
Rechtliches
Nach der Fertigpackungsverordnung von 1994 sollte Brot in Fertigpackungen ungeteilt oder in Stücke geschnitten nur in Mengen von 750, 1250, 1500, 1750 oder 2500g zum Verkauf angeboten werden.
Über die Zusammensetzung von Brot und der verschiedenen Brotsorten gibt es keine Rechtsvorschriften, wohl aber alte, heute nicht mehr in Kraft befindlichen Vorschriften des Reichsnährstandes von 1944. Die im Dt. Lebensmittelbuch enthaltenen Leitsätze für Brot und Kleingebäck geben im Wesentlichen die bestehende allgemeinen Verkehrsauffassung von Brot wieder. Darüber hinaus gibt es Richtlinien des Bäckerhandwerks und der Brotindustrie. Das alte Brotgesetz ist im Wesentlichen ersatzlos aufgehoben worden.
Volkskunde
Bei allen Ackerbau treibenden Völkern gilt das Brot als heilig. Darauf weisen die zahlreichen Festgebäcke (v.a. Gebildbrote) ebenso hin wie die früher nach strengen Regeln vorgenommenen Handlungen beim Backen, Anschneiden, Hinlegen und Aufbewahren des Brotes, von denen einige heute noch üblich sind, z. B. das Kreuzzeichen über dem Brot vor dem Anschneiden. Viele Sagen berichten von unerbittlichen Strafen für Brotfrevler. Brot und Salz wurden meist als Zeichen der Gastfreundschaft und guten Wunsches, daß Brot und Geld nicht fehlen sollen, beim Einzug und bei Hochzeiten als Symbol für Ehe und Familie überreicht. In der christlichen Symbolik ist Christus das Brot des Lebens. Die Brotvermehrung durch Jesus wurde Vorbild für mittelalterliche Brotwunderlegenden.
Literaturverzeichnis:
Bäckerei- und Technikgeschichte, ein Widerspruch?
Hans Münstermann
Peter Lang Verlag, 1988;
Die Enzyklopädie
Brockhaus, 4. Bd. 1996;
Das Brot
Mechthild und Siegfried Noding
Aulis Verlag Deubner& Co KG, 1969;
Verfahrenstechnik Bäckerei, Arbeitskunde für Bäcker
Otto Doose
Gildeverlag Alfeld1978
Monika Machnicki
Deutsches Brotmuseum Ulm
Wilhelm Busch
Das Brot
Er saß beim Frühstück äußerst grämlich,
Da sprach ein Krümchen Brot vernehmlich:
"Aha, so ist es mit dem Orden
Für diesmal wieder nichts geworden.
Ja, Freund, wer seinen Blick erweitert
Und schaut nach hinten und nach vorn,
Der preist den Kummer, der ihn läutert.
Ich selber war ein Weizenkorn.
Mit vielen, die mir anverwandt,
lag ich im lauen Ackerland.
Bedrückt von einem Erdenkloß,
macht' ich mich mutig strebend los.
Gleich kam ein alter Has gehupft
und hat mich an der Nas gezupft,
und als es Winter ward, verfror,
was peinlich ist, mein linkes Ohr,
und als ich reif mit meiner Sippe,
o weh, da hat mit seiner Hippe
der Hans uns rundweg abgesäbelt
und zum Ersticken festgeknebelt
und auf die Tenne fortgeschafft,
wo ihrer vier mit voller Kraft
im regelrechten Flegeltakte
uns klopften, daß die Scharte knackte!
Ein Esel trug uns in die Mühle.
Ich sage dir, das sind Gefühle,
wenn man, zerrieben und gedrillt
zum allerfeinsten Staubgebild',
sich kaum besinnt und fast vergißt,
ob Sonntag oder Montag ist.
Und schließlich schob der Bäckermeister,
nachdem wir erst als zäher Kleister
in seinem Troge baß gehudelt,
vermengt, geknebelt und vernudelt,
uns in des Ofens höchste Glut.
Jetzt sind wir Brot. Ist das nicht gut?
Frischauf, du hast genug, mein Lieber,
greif zu und schneide nicht zu knapp
und streiche tüchtig Butter drüber
und gib den andern auch was ab !
Besser einen halben Laib als gar kein Brot.
Englisches Sprichwort
Besser zuviel Brot als zu wenig Wein.
Brasilianisches Sprichwort
Brot. Die einzige ehrliche Antwort auf Hunger.
Werner Mitsch (*1936), deutscher Aphoristiker - © Copyright by Werner Mitsch
Brot ist der Stab des Lebens.
Jonathan Swift (1667 - 1745), anglo-irischer Erzähler, Moralkritiker und Theologe
Brot öffnet jeden Mund!
Stanislaw Jerzy Lec (1909 - 1966), eigentlich Stanislaw Jerzy de Tusch-Letz, polnischer Aphoristiker, Lyriker und Satiriker
Das Brot der anderen hat sieben Krusten.
Sprichwort aus der Schweiz
Das Brot der Mildtätigen hat harte Krusten.
Sprichwort aus Schottland
Das Brot ist teuer, wenn kein Geld da ist.
Russisches Sprichwort
Der Mensch lebt nicht vom Brot allein.
Die Bibel, Matthäus 4.4
Die Ambrosia der früheren Jahrhunderte ist das täglich Brot der späteren.
Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach (1830 - 1916), österreichische Erzählerin, Novellistin und Aphoristikerin
Mit Brot ist kein Kummer eine Not.
Spanisches Sprichwort
Gegessenes Brot ist schwer zu verdienen.
Sprichwort aus Polen
"Mutti, Mutti, ich mag mein Brot nicht mehr!"
"Mein Junge, iß dein Brot auf, damit du groß und stark wirst!"
"Wozu soll ich denn groß und stark werden?"
"Damit du mal was Ordentliches arbeiten kannst."
"Wofür soll ich denn was Ordentliches lernen?"
"Damit du dir dein Brot selber verdienen kannst."
"Aber ich mag doch kein Brot!"
Kalenderspruch
Unter dem Wasser ist Hunger, unter dem Schnee Brot.
Sprichwort
Wenn kein Kuchen da ist, schmeckt auch das Brot gut.
Ungarisches Sprichwort